Leserbrief auf Wilhelm Klümpers Kommentar: “Ypsilanti lügt und trickst”

An die WAZ-Redaktion
LESERBRIEF zu
“Ypsilanti lügt und trickst” Kommentar von Wilhelm Klümper erschienen in WAZ 4.8.2009 S.1

Sehr geehrter Herr Klümper,

Ihren, wie Sie sagen, “geradlinigen” Clement, mag ich nicht besonders, gerade weil mir die Richtung dieser geraden Linie nicht gefällt. Dass aber nun Wolfgang Clement von seiner SPD ausgeschlossen worden ist, ist ein unglaublicher Vorgang, der bei der Partei DIE LINKE nie möglich gewesen wäre. Nicht zuletzt wegen des PDS-Teils der Partei, die dann sicher nicht zu Unrecht an SED-Zeiten erinnert worden wäre.
Auch Frau Ypsilanti möchte ich in Schutz nehmen. Sie macht was alle Politiker tun sollten: Taktieren und Mehrheiten finden. Auch Adenauer tat dies. Als ihm das einmal vorgeworfen wurde, sagte er:
Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern. Nichts hindert mich, weiser zu werden”.

Das sollten wir auch Frau Ypsilanti zugestehen: Weiser zu werden. Denn es ist eine kluge Entscheidung mit den Linken zusammenzuarbeiten.

Mit freundlichen Grüssen
Olaf Swillus.

Dieser Beitrag wurde unter DieLinke, Sozialdemokratie veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort auf Leserbrief auf Wilhelm Klümpers Kommentar: “Ypsilanti lügt und trickst”

  1. swiola2 sagt:

    Menschen lügen, wenn sie etwas behaupten, von dem sie bereits wissen, dass es nicht stimmt. Das trifft auf Frau Ypsilanti nicht zu. Sie wollte tatsächlich ohne die Linken mit der SPD allein in die Regierung. Andrea Ypsilanti hatte aber auch versprochen, Koch abzulösen und eine ganz andere Politik zu machen. Welches Versprechen ist wichtiger? Hier gilt es eine Abwägung zu treffen.

    Hätte sie sich – gegen eine andere eindeutige Absage – auf eine große Koalition unter Koch eingelassen, sie wäre von denselben Medien gelobt worden, die sie jetzt moralisch disqualifizieren.