DDR-Literatur: Was war – was bleibt?

Was war – was bleibt? Rückblicke auf die DDR-Literatur

Zeit: am Samstag, 25.4.1009 von 14:00 bis 18:00  Uhr
Ort:
Essen, VHS Essen, Burgplatz 1, Kleiner   Saal E.11  

Angekündigt war:

Im zwanzigsten Jahr nach dem Ende der DDR blicken vier ExpertInnen aus unterschiedlichen Berufsfeldern zurück auf die Literatur der DDR und stellen sich und den TeilnehmerInnen die Frage, was – aus ihrer je spezifischenSicht – geblieben ist bzw. was in Zukunft bleiben wird von der Literatur, die dort in vierzig Jahren entstanden ist. Beider Reflektion des spezifischen Verhältnisses von Literatur, Gesellschaft und Politik in 40 Jahren DDR wird auch zu klären sein, warum gerade die Literatur derjenigen Autoren undAutorinnen frühzeitig internationale Anerkennung gefunden hat, die sich kritisch mit dem „Bitterfelder Weg“ auseinander gesetzt haben. Auf den Bitterfelder Konferenzen (24.4. 1959 und 24. / 25.4.1964) waren Wege thematisiert worden, die zur Aufhebung der Trennung von Berufs- und Laienkunst führen sollten. Den mit einem Rückblick auf die DDR Literatur verbundenen Fragen widmen sich Prof. Dr. Anthonya Visser (Literaturwissenschaftlerin, Universität Leiden/NL), Manfred Jäger (Literaturkritiker, Münster), Christoph Links (Verleger, Berlin) und Dr. Hannes Krauss(Literaturwissenschaftler, Universität Duisburg-Essen).

Ich habe die insgesamt fast vier Stunden Vorträge und Gespräche aufgenommen, und daraus zunächst nur etwa 10 Minuten herausgeschnitten, die ich besonders bemerkenswert fand.

http://blog.swiola.de/wp-content/uploads/2009/04/090425_ddrlit_ausschnitt.mp3

Bemerkenswert fand ich vor allem die sehr humorvolle Art, mit der Frau Visser über das Kennenlernen eines kleinen Staates sprach, und darüber dass Deutschland aus niederländischer Perspektive eben immer nur die benachbarte Bundesrepublik war.

“Also Deutschland lag nebenan und war eben die Bundesrepublik. Und daneben, aber das war dann schon fast Russland, ja, gab’s (Gelächter) gab’s – ich übertreibe nur leicht - gabs noch einen kleinen Staat, also aber von dem wußte man eigentlich nicht viel. Das waren Kommunisten halt und so. Und dann kam ich an die Universität. Ich habe an der freien Universität in Amsterdam studiert und dann habe ich irgendwie gemerkt, dass dieses faszinierende Nachbarland einen Nachbarn hat, der ebenso fazinierend ist, nur völlig anders, und dass man das an der Literatur ablesen kann – zum Teil. Also so habe ich es erstmal empfunden. Dass also die Literatur, die wir in Seminaren behandelt haben etwas ausgesagt hat über dieses Land, das ich bis dahin nicht kannte

Ausschnitte aus dem Gespräch: Was war - was bleibt? Rückblicke auf die DDR-Literatur (mp3)
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