Jann hat nicht nur geträumt / Treffen der Landes Arbeitsgemeinschaft Rote-Reporter in NRW …

Am 6.Februar war Treffen der Landes-Arbeitsgemeinschaft Rote-Reporter in NRW …

mit dabei war Klaus H. Jann, der Rote Reporter aus Wülfrath, der altersbedingt zwar nicht mehr für die Linken im Stadtrat von Wülfrath sitzt, aber vorher schon viele Jahrzehnte für die LINKE im Stadtrat war. Gut, damals hieß die LINKE in Wülfrath noch DKP, doch begleitet wurde die Politik der LINKEN in Wülfrath die ganze Zeit durch eine Zeitschrift:

Den Roten Reporter.

Danach ist jetzt auch die LINKE Arbeitsgemeinschaft der Medienschaffenden benannt worden.

Ohne Roten Reporter, sagt Jann, hätten wir es nie die ganzen Jahre geschafft in den Rat zu kommen. Diese Zeitung erscheint wöchentlich und wird bei wöchentlichen Verteilaktionen, den Machern sozusagen aus der Hand gerissen.

Es wird sogar dafür gezahlt.

Die als Spende vorgeschlagenen 20 Cent, oft sind ist es aber auch mehr, so dass die Finanzierung dieser Publikation keine Probleme macht. Das besondere an dieser Zeitung. Man erfährt vieles über Dinge, die aus anderen Zeitungen nicht zu erfahren sind. Wenn in nichtöffentlichen Sitzungen Dinge besprochen werden, die für die Öffentlichkeit doch ganz interessant sein könnten, dann steht es im Roten Reporter. Jann erzählt, dass er in seiner langen Ratstätigkeit schon oft wegen Geheimnisverats belangt worden war, aber das sei nicht schlimm gewesen, man könne es aushalten. Aber auch jetzt, wo er nicht mehr selbst im Rat ist, erfährt er von den LINKEN Ratsleuten so manches, was sich hinter den Kulissen tut. Natürlich will er dann seine Ratskollegen nicht in die Pfanne hauen, und erzählt dann nur weiter was er geträumt habe:

Jann in seinem Online-Tagebuch dazu:

Vor genau einem Monat, in der Nacht vom 22. auf den 23. Dezember (also noch vor Weihnachten) erschien mir lange nach Mitternacht ein Traumverkünder und rief mir zu : “Die Goethe-Passage ist geplatzt”. Die Goethe-Passage war damals noch unser vielgepriesenes neues Einkaufszentrum auf dem Gelände des Ex-Rathauses.
Ich hab’ damals meinen Traum hier im Tagebuch öffentlich gemacht und am 29. Dezember schrieb dann die Westdeutsche Zeitung: “Klaus H. Jann hat geträumt: Die Goethepassage ist geplatzt…”

Da haben in Wülfrath alle große Augen gemacht und die Bürgermeisterin hat umgehend dementiert “Die Goethe-Passage ist nicht geplatzt.” Und mehr noch: In einer nichtöffentlichen Sitzung im Rathaus wurde ich – in Abwesenheit – heftig gerügt… Das ist jetzt vier Wochen her. Heute steht als Aufmacher in allen Zeitungen: “Goethepassage ist passé” (Rheinische Post) oder “Goethe-Passage ist gescheitert” (Westdeutsche Zeitung).

Mein Traum ist also Realität geworden. Jetzt machen wieder alle große Augen und fragen: Klaus, woher wußtest du das denn? – Gewußt? Nein, ich habe geträumt… Und ich habe natürlich nicht vergessen, daß die Wülfrather und Wülfratherinnen uns seit über 25 Jahren auch wegen unseres Versprechens “Wir schaffen das gläserne Rathaus” wählen. Kungelrunden, bei denen hinter den Kulissen Wülfrath verscherbelt werden soll, sind mit uns auch nach 25 Jahren nicht zu machen. Und deshalb sind wir jetzt auch ganz, ganz wachsam, was die “Experten” im Rathaus (und anderswo) mit unserer Stadthalle vorhaben. Von der Losung “Die Stadthalle bleibt” (die in Wülfrath eine große Mehrheit findet) werden wir nicht abrücken…

Lange Rede kurzer Sinn, das Treffen der Roten Reporter war kein Traum, vielmehr eine erfreuliche Realität, – ein Neuanfang nach einem etwas verzögertem Start.

Wir werden jetzt öfter von uns hören lassen, und bekommen dabei auch Unterstützung von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Roten Reporter: Christoph Nitz aus Berlin, der anwesend war und auch künftig gelegentlich an Treffen in NRW teilnehmen möchte. Das nächste Mal treffen wir uns wieder am 10. April. An einem zentralen Ort in NRW:  In Essen. Dannach wollen wir aber auch Orte in den Randgebieten von NRW aufsuchen.

Das nächste Treffen soll ganz unter dem Thema Wahlbewegung stehen, und der Frage was linke Journalisten dazu beitragen können. Daher soll auch der Landeswahlleiter dazu eingeladen werden und es besteht ausserdem der Wunsch praktische Workshops abzuhalten, so z.B. zur Video-Technik oder zum Zeitungslayout …

Olaf Swillus.

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