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Essen steht AUF / Informationen zur Kommunalpolitik Nr. 11 – August-September 2010
Der fertig gestellte Teil des Krupp-Parks vermittelt Lebensqualität und wird von der Bevölkerung gut angenommen. „Essen steht AUF“ veranstaltete dort am 4. Juli ein Picknick mit etwa 20 Teilnehmern. Gert Bierikoven, Vorstandsmitglied von „Essen steht AUF“ und für die Linksfraktion stellvertretender sachkundiger Bürger im Ausschuss für Stadtentwicklung und Stadtplanung, führte die Teilnehmer durch den Park.
Er erinnerte daran, dass den Untergrund für den Park eine versiegelte Aufhäufung belasteter Böden bildet. Die Belastung der Böden kann erheblich sein, bei Arsen das 7,5-fache, bei Cadmium das 16-fache, bei PCB das 50-fache und bei Cyaniden so gar das 100-fache eines Bodens, der offen verwendet werden kann. Zu befürchten ist, dass diese Werte überschritten wurden. Boden, der noch stärker belastet ist, muss entweder gereinigt oder deponiert werden. Das ist teuer. Thyssen Krupp als Verursacher müsste dafür die Kosten tragen. Von 57 Bodenproben im Bereich des neuen Boulevards lagen viele z.T. erheblich über den erlaubten Grenzwerten. Entsprechend ist auf dem gesamten Areal mit einem hohen Anteil Böden zu rechnen, die auf Deponien zu bringen waren. Ist das passiert?
Die Linksfraktion hat sich im Umweltamt die Akten angesehen. Danach lagen die im Krupp-Park ein gebauten Böden unter der zulässigen Belastung. Bodenproben vom Aushub der verseuchten alten Industriebrache wurden aber nicht analysiert. Dort wurde nur nach Aussehen und Geruch geprüft. Umweltgifte kann man so nicht erkennen. Nur 4% des Bodens wurde auf Deponien entsorgt. Kann das aller stark belasteter Bo den sein? Wurde der Boden beim Einbau so vermischt, dass die Werte unter der Grenze liegen? Thyssen Krupp als Verursacher der Bodenbelastungen kam so preiswert weg. Die gleichzeitige Spende von 55 Mio. € für das Folkwang-Museum erscheint da in neuem Licht. Gert Bierikoven.

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