Exil

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Braunes? Buntes! Wunsiedel / Beatrice von Weizäcker

Beatrice von Weizäcker am 7.11.2010 in der Volkshochschule Essen: Warum ich mich NICHT für Politik interessiere … aus dem Kapitel “Braunes? Buntes! Wunsiedel”

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Sondervorstellung “Jud Süß”

Am Montag, den 25. Oktober 19:00 Uhr war im Filmstudio Glückauf, Rüttenscheider Straße 2, Filmvorführung. “Jud Süß” wurde gezeigt, nicht ohne Einleitung von Claus Leggewie und anschliessender Diskussion mit Christian Gudehus (KWI) und Armin Nolzen (Bochum).

Das Kino war brechend voll. Woher kommt dieses Interesse an diesem wirklich üblen Propaganda-Film aus der NS-Zeit? Welche Faszination geht davon aus? Warum habe ich mich dafür interessiert? In der anschließenden Diskussion wurde über Antisemitismus und Klischees über Juden gesprochen. Dass der Film heute nicht mehr die Wirkung haben könne die er damals gehabt hätte. Stimmt. Fand ich auch. Aber heute gibt es doch auch Klischees und Vorurteile über Bevölkerungsgruppen, … ein Film über eine Schule in Karnap gilt der NPD doch auch als Motiv für ihre Hetze. Das hatte ich versucht in der anschliessenden Diskussion anzusprechen. Darauf wurde aber nicht eingegangen. Die Fachleute vorne waren Historiker, die mit der Gegenwart nichts zu tun haben wollten, … das Publikum ebenfalls. Einer aus dem Publikum, erklärte dass er Jude sei, und den einen Film nicht mit dem anderen Film verglichen wissen wollte. Nun ja. Ich fühlte mich zurechtgewiesen, und schwieg ob des deutlichen Desinteresses der Übrigen. Warum waren die Übrigen eigentlich zu dieser Sondervorführung gekommen? Die “wissenschaftliche Begleitung” und Diskussion schien mir wie eine Alibiveranstaltung um diesen Scheiß-Nazi-Film zu sehen.

Schade, den Abend hätte ich besser verbringen können.

So wurde die Veranstaltung auf der Website von http://www.kulturwissenschaften.de
angekündigt:

Montag, 25. Oktober 19:00 Uhr
Filmvorführung und Diskussion mit Christian Gudehus (KWI) und Armin Nolzen (Bochum)
Sondervorstellung “Jud Süß”
Ort: Filmstudio Glückauf, Rüttenscheider Straße 2, 45128 Essen
Veranstalter: KWI

In Zusammenarbeit mit den Essener Filmkunsttheatern wird der schlimmste Propagandafilm der NS-Zeit, dessen Aufführung in Deutschland heute ohne wissenschaftliche Begleitung (zu Recht) nicht erlaubt ist, im Filmstudio Glückauf gezeigt.
Das von den Nationalsozialisten in Auftrag gegebene und als antisemitischer Propagandafilm konzipierte Werk ist scheinbar an die historische Figur des Joseph Oppenheimer (1698 – 1738) angelehnt, die Erzählung entspricht jedoch nicht den überlieferten Quellen. Mittels der gezielt negativen Darstellung Oppenheimers sollte der Film das Judentum allgemein diskreditieren und den zeitgenössischen Zuschauer auf weitergehende Verfolgung der Juden vorbereiten. Mit “Jud Süß” schuf Veit Harlan einen der schlimmsten Propagandafilme der NS-Zeit. 1949 musste er sich unter anderem deswegen wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor Gericht verantworten, wurde aber freigesprochen. Nachdem der im Exil lebende Lion Feuchtwanger, Autor der Romanvorlage, den Film gesehen hatte, schrieb er einen offenen Brief, in dem er den “wüst antisemitischen Hetzfilm im Sinne Streichers und seines ‘Stürmers’” scharf verurteilte und mit den Darstellern wegen ihrer Mitwirkung hart ins Gericht ging.

Die Vorführung des Films „Jud Süß“ wird einerseits gerahmt durch eine historische Kontextualisierung der Filmproduktion und andererseits durch Informationen über die zeitgenössische Rezeption.

Diskutanten:
Armin Nolzen ist Historiker, Buchautor und Redakteur der Reihe „Beiträge zur Geschichte des Nationalsozialismus“.
Dr. Christian Gudehus ist seit Juli 2005 Wissenschaftlicher Geschäftsführer des Center For Interdisciplinary Memory Research (CMR).

Eine Kooperation mit den Essener Filmkunsttheatern. Kulturwissenschaftliches Institut Essen (KWI) | Goethestraße 31 | 45128 Essen | Tel. +49 201-7204-0

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Stuttgart 21 / Atommülllager Asse ll

Zwei eindringliche Filme … zum Lesen:

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Paul Schäfer, DIE LINKE: Bundeswehrreform muss zu friedlicherer Sicherheitspolitik führen…

Einen Kurswechsel der deutschen Außen- und Sicherheitspolitik hat Paul Schäfer, verteidigungspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, angemahnt. In der Bundestagsdebatte zum Verteidigungshaushalt 2011 warf Schäfer der Bundesregierung vor, sie wolle die Bundeswehr „als globales Expeditionskorps effektivieren und optimieren”. Geboten sei aber der Verzicht auf Auslandskriegseinsätze, tiefgreifende Abrüstung und eine Rückbesinnung auf die Landesverteidigung.

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Humanitäre Tragödie ist der Grund für Proteste gegen FRONTEX

Rede des Bundestagsabgeordneten Andrej Hunko (Fraktion DIE LINKE) beim Interparlamentarischen Treffen über “Demokratische Verantwortlichkeit im Raum der Freiheit, Sicherheit und des Rechts” des Ausschusses für bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres des Europäischen Parlaments mit nationalen Parlamenten. Manuskript

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Pass auf, die Bundeswehr will Dich!

  • Noch keinen Job?
  • Immer noch keine Ausbildungsstelle gefunden?
  • Nach der Ausbildung arbeitslos?
  • Angst vor Hartz IV?

Dann macht der Arbeitsmarkt und Deine Zukunftsangst Dich zum perfekten Ziel für die Werbeprofis der Bundeswehr.

Mehr: www.nrw.dfg-vk.de/Dokument/bw_arbeitsamt.pdf

Aktuelle Presse:

Rede zum Antikriegstag am 1.September:

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Jobs bei der Bundeswehr

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Ab 7.10 ist Karriere-Treff der Bundeswehr am Kennedyplatz in Essen …

Am 7.10 ist KarriereTreff der Bundeswehr am Kennedyplatz in Essen.

Das ist jedenfalls aufhttp://mil.bundeswehr-karriere.de/… zu lesen, und war auch heute morgen in Radio Essen zu hören.

Am Wochenende hatte die Deutsche Friedensgesellschaft Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG/VK) zu einer Diskussion zu genau diesem Thema, – “Militarisierung der Gesellschaft” – eingeladen.

Eingeladen war auch Peter Bürger (Publizist) und Andrej Hunko (MdB Die Linke).  Hier ein Ausschnitt aus dem Bericht von Andrej Hunko, der von Erfahrungen aus Aachen erzählt und auch allgemein über die Bemühungen der Bundeswehr berichtet Rekruten zu werben:   101002_ddorf_hunko_1 (MP3-Datei)

Andrej Hunko erzählt auch von Beratungsbüros der Bundeswehr Arbeitsagenturen in Essen und in anderen Städten. Zu dem Beratungsbüro der Bundeswehr in der Essener Arbeitsagentur gibt es übrigens ein Bericht aus “DerWesten:”
derwesten.de/staedte/essen/Die-letzte-Bastion-der-Bundeswehr-id723238.html

Dort wird ein Berater zitiert:

Die Menschen zur Bundeswehr zu überreden, so wie es die US-Armee in den Vereinigten Staaten tut, sei nicht das Anliegen der Essener Wehrdienstberater. „Wir informieren die Leute nur. Alles andere wäre schlecht, denn eine Entscheidung für den Job als Soldat will gut überlegt sein”, so Beier. In langen Gesprächen würden Auskünfte über alle Bereiche erteilt: von der Verpflichtungszeit, die schon mal über zehn Jahre beträgt, über den Eid, der geleistet werden muss, bis zu möglichen Auslandseinsätzen. Es soll nichts beschönigt werden, „aber wir rücken die Sachlage gerade”.

Ob das auch dann noch stimmt, wenn die Rekruten für die weltweiten Einsätze der Bundeswehr knapp werden?

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Kommt der Ruhralleetunnel ?

Am 2. Oktober 2010 begann ab 12.55 Uhr der Aktionstag gegen den geplanten Ruhralleetunnel. Es ist fünf vor zwölf, denn am 18.11.2010 um 15 Uhr tagt der Ausschuß für Stadtplanung, der eine Empfehlung an den Rat zum Tunnelbau abgeben wird. Schließlich wird am 24.November 2010 auf einer Sitzung des Rates der Stadt Essen vermutlich gemäß der Empfehlung entschieden werden. (Info nach “http://ruhralleetunnel.wordpress.com/” )

Hintergrundinformationen:

  • http://ruhralleetunnel.wordpress.com/
  • http://www.derwesten.de/staedte/essen/Streitobjekt-in-Tunnellage-id3726468.html
  • Wird noch ergänzt…

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